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Wasserpreisanpassung zum 1. Februar

Fixkosten in der Wassersparte sollen besser gedeckt werden. Erst die zweite Erhöhung in den letzten 22 Jahren.

 

Die Stadtwerke Brühl passen den aktuellen Trinkwassertarif an. Der Aufsichtsrat hat in seiner jüngsten Sitzung beschlossen, die Grundgebühr zum 1. Februar erstmals nach vier Jahren wieder anzuheben. Der Wasserpreis pro Kubikmeter wird hingegen nicht verändert. Durch diese Maßnahme tragen die Stadtwerke dem Trend der sukzessiv sinkenden Wasserverbräuche Rechnung und sorgen für eine bessere Deckung der Fixkosten in der Wasserversorgung.

„Durch immer sparsamere Geräte und gesteigertes Ressourcenbewusstsein beim Bürger sind die Wasserverbräuche in den vergangenen Jahren immer weiter gesunken. Unsere Fixkosten für die Unterhaltung der Technik und der Leitungsnetze sowie die Personalkosten sind dagegen deutlich angestiegen. Da geht für uns eine finanzielle Schere auf, der wir entgegenwirken möchten“, erklärt Stadtwerke-Geschäftsführer Sebastian Kuhl.

Wenn zu wenig Wasser durch die Leitungen fließt, müssen die Stadtwerke die Rohre regelmäßig spülen, um die hohen Hygienestandards kontinuierlich aufrecht zu halten. Diese Maßnahme ist aufwändig und kostspielig zugleich. Zudem investieren die Stadtwerke jedes Jahr aufs Neue eine hohe sechsstellige Summe, um das Leitungsnetz zu modernisieren und die Versorgungssicherheit in Brühl zu erhöhen.

Seit 2010 ist der Wasserabsatz der Stadtwerke Brühl nur zwei Mal nicht gesunken – und zwar 2015 und 2018. In beiden Fällen sind jedoch die außergewöhnlich warmen Temperaturen der Grund für die Abweichung vom allgemeinen Trend.

Die beschlossene Anhebung der Grundgebühr ist erst die zweite innerhalb von 22 Jahren. Zuletzt wurde 2015 der monatliche Preis leicht angepasst. Für den Großteil der Privatkunden erhöht sich zum 1. Februar die Grundgebühr für die Trinkwasserversorgung um 2,14 Euro (brutto) pro Monat. „Als Alternative zur Anhebung der Grundgebühr wäre auch eine Erhöhung des Wasserpreises möglich gewesen. Diese Lösung kam allerdings für uns nicht in Frage, weil wir in dem nun beschlossenen Modell wegen der Gleichbehandlung aller Verbraucher die gerechtere Lösung gesehen haben“, sagt Sebastian Kuhl.