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Gasversorgung ist stabil, aber die Lage ist ernst

Versorgung für private Gas-Kundinnen und -Kunden in Brühl ist trotz der aktuell ausgerufenen Alarmstufe 2 sicher.

Im Zuge des Gas-Notfallplans hat die Bundesregierung am Donnerstag, 23. Juni, die zweite Stufe, die sogenannte Alarmstufe, ausgerufen. Das bedeutet: Die Gasversorgung in Deutschland ist aktuell stabil, die Lage bleibt aber mit Blick auf den kommenden Winter ernst. „Die Versorgungssicherheit für private Haushalte ist auch nach dem Ausrufen der Alarmstufe unverändert gegeben“, sagt Thomas Isele, Geschäftsführer der Stadtwerke Brühl GmbH: „Aufgrund der rechtlichen Situationen hat die Gasversorgung von Privathaushalten Vorrang, das gilt ebenso für Krankenhäuser, Polizei, Feuerwehr und soziale Einrichtungen.“ Insbesondere Industrieunternehmen sind nun aufgerufen, Vorkehrungen zur Reduzierung ihres Gasverbrauchs zu treffen.

Sparen im eigenen Zuhause

Zur Entspannung der Lage sollten auch Privat-Haushalte und Gewerbetreibende beitragen, indem sie schon heute aktiv Energie sparen. Auf diese Weise können sie das Auffüllen der Gasspeicher für den Winter unterstützen. Das Ziel der Bundesregierung ist es, die deutschen Gasspeicher bis zur kommenden Heizperiode auf mindestens 90 Prozent zu füllen. „Bereits vergleichsweise einfache Maßnahmen im Haushalt können den eigenen Verbrauch spürbar reduzieren“, erklärt Thomas Isele weiter. Das Abdichten von Türen und Fenstern mit Dichtband zählt ebenso dazu wie das Isolieren von Heizungsrohren oder der Einbau digitaler Heizkörper-Thermostate. Vor allem eine optimal eingestellte und gewartete Heizanlage hilft beim Energiesparen. Die kommenden Wochen vor Beginn der Heizsaison bieten die Gelegenheit, einen hydraulischen Abgleich durch einen Fachbetrieb vornehmen zu lassen, um den Verbrauch zu optimieren.

Entwicklung der Gas-Preise

Für Privathaushalte ist die Versorgung sichergestellt. Allerdings müssen sich Erdgaskundinnen und -kunden auf höhere Heizkosten einstellen. Der Krieg gegen die Ukraine ist nur eine der Ursachen dafür, dass die Preise für Erdgas und Energie deutlich gestiegen sind. Schon im Herbst 2021 schnellten die Börsenpreise nach oben, weil sich nach den Lockdowns die Wirtschaft zügig erholt hat und damit auch die Nachfrage nach Erdgas stark gestiegen ist. Wie sich die Lage zukünftig entwickelt, lässt sich heute noch nicht absehen. Eines aber ist sehr wahrscheinlich: Mit wieder sinkenden Gas-Preisen ist in den nächsten Monaten nicht zu rechnen.
 

Die Bundesnetzagentur veröffentlicht online einen täglichen Lagebericht zur Gasversorgungslage: https://www.bundesnetzagentur.de/DE/Fachthemen/ElektrizitaetundGas/Versorgungssicherheit/aktuelle_gasversorgung/start.html;jsessionid=8820%20BA7744405FDFBC5A212EFE24FDE1