Meldungen

Meldungen

Energiepreisentwicklung und Insolvenzen von Stromanbietern

Auf Versorgungssicherheit durch die Stadtwerke Brühl ist jederzeit Verlass

 

Die Preisentwicklung an den Energiemärkten macht Tarifanpassungen unvermeidbar, die Stadtwerke Brühl unterstreichen ihre Leistungsfähigkeit auch im aktuell schwierigen Marktumfeld.

Die sprunghafte Preisentwicklung an den globalen Energiemärkten sorgt seit Wochen für Schlagzeilen. Auch die Stadtwerke Brühl kamen nicht umhin, Anpassungen ihrer Tarife vorzunehmen. „Unser Bestreben ist es dabei stets, den Brühlerinnen und Brühlern eine sichere Energieversorgung in einem günstigen und marktgerechten Preis-Leistungs-Verhältnis anzubieten“, unterstreicht Thomas Isele, Geschäftsführer der Stadtwerke Brühl GmbH: „Dank einer vorausschauenden Beschaffungspolitik gelingt es uns, auch im aktuell sehr schwierigen Marktumfeld erforderliche Preiserhöhungen moderat zu gestalten. Unsere Tarife stellen sich auch im direkten regionalen Vergleich sehr konkurrenzfähig dar.“

Seit gut einem Jahr steigen die Marktpreise für Strom und Erdgas immer weiter an. Begonnen hat dieser Preisanstieg schon in der zweiten Jahreshälfte 2019, in 2020 wurde der Anstieg immer steiler mit dem Ergebnis, dass Strom und Erdgas im Einkauf der Stadtwerke heute rund dreimal so teuer sind als noch vor einem Jahr.

Beschaffung ist für Energieversorger ein komplexer Vorgang, mit dem Einkauf einzelner Tranchen zu verschiedenen Zeitpunkten wird das Preisrisiko gestreut. So beginnen die Stadtwerke Brühl bereits bis zu drei Jahre im Voraus Teilmengen zu erwerben, um damit Preissprünge im Interesse der Kunden abzufedern. Für die Energiebeschaffung sind detaillierte Prognosen der erwarteten Absatzmengen erforderlich. „Dieses aktive Energie-Beschaffungsmanagement trägt wesentlich dazu bei, Preisanpassungen so gering wie möglich zu halten“, erklärt Thomas Isele weiter.

Im Ergebnis dieser vorsichtigen und vorausschauenden Beschaffungsstrategie und mit Saldierung aller Umlagenänderungen ist es gelungen, dass die Stromtarife für Bestandskunden der Stadtwerke Brühl zum 1. Januar 2022 konstant gehalten werden konnten. Lediglich die Ökostrom-Tarife sind leicht gestiegen. Bei den jährlichen Umlagenänderungen wirkt sich die Anpassung der EEG-Umlage stabilisierend auf den Gesamtstrompreis für die Verbraucherinnen und Verbraucher aus. „Eine weitergehende Senkung der EEG-Umlage, wie sie von Teilen der Regierung vorgeschlagen wird können wir in der aktuellen Strommarktsituation nur begrüßen“, sagt Thomas Isele.

Am Beschaffungsmarkt für Erdgas sieht die Preisentwicklung ganz genau so aus. Man muss sogar feststellen, dass die Angebotsverknappung im Erdgasmarkt basierend auf den geringen Gaslieferungen aus Russland ein fundamentaler Preistreiber auch für den Strommarkt ist.

Aufgrund der stark gestiegenen Erdgas-Beschaffungspreise und den zeitgleichen Insolvenzen vermeintlicher Billiganbieter war bei Erdgas zum 1. Januar 2022 eine Tarifanpassung unumgänglich. „Die Situation ist global weiter hoch volatil, zudem ist eine baldige Beruhigung der Marktsituation leider nicht zu erwarten. Daher konnten wir eine weitere Anpassung des Grundversorgungstarifes auch zum 1. Februar nicht vermeiden“, erläutert Thomas Isele. Zusätzlich verweist er auf staatliche und regulatorisch veranlasste Kosten, auf die Energieversorger keinen Einfluss haben. Bei den Strompreisen machen Steuern, gesetzliche Abgaben und Umlagen mehr als 50 Prozent aus, bei den Gaspreisen addieren sich Mehrwertsteuer und Energiesteuer auf mehr als ein Drittel des Endverbraucherpreises.

Viele vermeintliche Billiganbieter waren augenscheinlich auf die sprunghafte Marktentwicklung nicht vorbereitet und haben daraufhin – trotz laufender Verträge – die Belieferung an Privatkunden kurzerhand eingestellt, manche sind dabei in die Insolvenz gegangen. „Durch diese Entwicklung sind in den vergangenen Monaten mehrere Hundert Strom- und Erdgaskunden zu den Stadtwerken Brühl hinzugekommen. Selbstverständlich stellen wir als Grundversorger für jeden die Energiebelieferung sicher“, sagt Isele weiter. Bewusst haben sich die Stadtwerke Brühl, anders als manche andere Energieversorger, gegen die Einführung eines zweiten teureren Grundversorgungstarifes entschieden. Eine solche Preisstrategie ist gesetzlich nicht untermauert und wird aktuell gerichtlich überprüft.

Momentan überarbeiten die Stadtwerke Brühl die Tarifangebote für Neukunden. Derzeit sind für Strom und Gas die Grundversorgung und zusätzlich für Strom der Sondertarif BrühlStromNatur verfügbar. Thomas Isele dazu: „Wir beobachten die Marktentwicklung sehr genau und arbeiten mit hohem Engagement daran, dass sich die Brühlerinnen und Brühler auch in Zukunft auf die hohe Versorgungssicherheit und marktgerechte Tarifangebote ihres örtlichen Energieversorgungsunternehmens verlassen können.“