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3. ENERGIE DIALOG 2017

Herausforderungen im Modernen Messwesen

Vortrag über Smart Meter-Technologie

 

Unter dem Titel „Herausforderungen im Modernen Messwesen“ fand am 10. Oktober bei den Stadtwerken Brühl der mittlerweile dritte Energie Dialog statt. Referent war Samy Gasmi, Leiter bei der Arbeitsgemeinschaft für sparsame Energie- und Wasserverwendung (ASEW) im Verband kommunaler Unternehmen (VKU). „Beim Energie Dialog bringen wir Laien, Fachleute und Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung zusammen, um gemeinsam über wichtige Themen der Energiebranche zu sprechen“, sagt Dr.-Ing. Marion Kapsa, die als Geschäftsführerin der Stadtwerke Brühl zu der Veranstaltung eingeladen hatte. Sie wies darauf hin, dass für die Energiekunden mit den neuen, intelligenten Zählern die Digitalisierung der Energieverbrauchsmessung beginne: „Die Stadtwerke stehen dafür ein, dass die Kundendaten bestimmungsmäßig verwendet werden. Bei den Stadtwerken Brühl beschäftige man sich bereits seit sieben Jahren intensiv mit der Technologie und habe entsprechende Erfahrungen gewinnen können.“

Dieter Freytag, Bürgermeister der Stadt Brühl, Bürger aus Brühl, Hans-Theo Klug, ehemaliger Vorsitzender des Aufsichtsrates der Stadtwerke Brühl und viele KollegenInnen von benachbarten Energieversorgern nahmen an dem sehr interessanten Vortrag nebst Diskussion und anschließendem Essen teil.

Samy Gasmi stellte zunächst den wesentlichen Unterschied zwischen den modernen Messeinrichtungen und intelligenten Messsystemen dar. Während die zweitgenannten erst noch in den kommenden Monaten bei den Endkunden eingebaut werden sollen, sind die modernen Messeinrichtungen bereits jetzt verfügbar. Sie werden überall dort eingebaut, wo der bisherige Ferraris-Stromzähler (schwarz, mit runder Drehscheibe) nicht mehr eingebaut werden kann. Neubauten werden von Anfang an mit einer intelligenten Messeinrichtung ausgestattet. Während moderne Messeinrichtungen – trotz ihrer Bezeichnung – nur wenig mehr können als die bisherigen Zähler, sollen die intelligenten Messsysteme künftig tatsächlich helfen, Stromquellen und Stromabnehmer intelligent miteinander zu verbinden und Netze und Geräte zu steuern. Zuvor müssen aber genügend zertifizierte Anbieter für den Markt zugelassen werden. Dieses Zulassungsverfahren läuft derzeit.

Gasmi: „Die neuen, intelligenten Messsysteme werden umso sinnvoller und effektiver, je komplexer die Haus- und Energietechnik beim Kunden ist.“ Wer also eine Photovoltaik-Anlage mit Stromverbrauch und Heiztechnik sowie mit automatischer Haussteuerung (Smart Home) koppeln kann, der werde am ehesten Energiespareffekte mit der Smart Metering Technologie erzielen können.

In seinem Fachvortrag ging Gasmi - für technische Laien verständlich - auf den aktuellen Stand des so genannten „Smart Meter Rollouts“ ein. Sein Fazit: Der so genannte „Smart Meter Rollout“ kommt 2018 und betrifft alle! In Kürze findet man zu dem spannenden Thema detaillierte Informationen und ein anschauliches Video auf der Homepage der Stadtwerke Brühl.