Im vergangenen März richteten die Stadtwerke Brühl das Treffen des Runden Tischs Katastrophenschutz Brühl (RKTB) aus. Die regelmäßig stattfindende Veranstaltung fand unter dem Thema “Blackout – Auswirkung auf die kommunale Infrastruktur” statt.
Stadtwerke als Gastgeber und Experten für kritische Infrastruktur
Die Stadtwerke Brühl begrüßten als Gastgeber die Vertreter der im RTKB organisierten Hilfsorganisationen, Behörden und Einsatzkräfte. Im Mittelpunkt des Treffens stand ein Fachvortrag von Norbert Eick, stellvertretender Bereichsleiter Technik der Stadtwerke Brühl.
Eick beleuchtete die Folgen eines großflächigen Stromausfalls für die kommunale Infrastruktur: Von der Trinkwasserversorgung über Abwasserentsorgung bis hin zur Notstromversorgung kritischer Einrichtungen – die Herausforderungen für Stadtwerke und Kommunen im Krisenfall sind immens. Besonders vor dem Hintergrund des aktuellen Stromausfalls in Berlin, der Anfang März 2026 rund 100.000 Menschen betraf, erhielt das Thema zusätzliche Brisanz.
„Als Betreiber kritischer Infrastruktur tragen wir eine besondere Verantwortung für die Versorgungssicherheit unserer Stadt“, betonte Thomas Isele, Geschäftsführer der Stadtwerke Brühl GmbH. „Der Austausch im Runden Tisch Katastrophenschutz ist für uns von unschätzbarem Wert, um im Ernstfall koordiniert und effizient handeln zu können.“
Über 20 Jahre Zusammenarbeit im Katastrophenschutz
Seit über zwei Jahrzehnten steht der Runde Tisch Katastrophenschutz Brühl als Symbol für die enge Zusammenarbeit der Brühler Hilfsorganisationen. Unter dem Motto „Einzeln stark, zusammen stärker“ arbeiten hier Mitglieder des Arbeiter Samariter Bundes (ASB), des Deutsches Rotes Kreuzes (DRK), der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG), der Feuerwehr der Stadt, der Johanniter Unfallhilfe (JUH), des Malteser Hilfsdienstes (MHD), des Ordnungsamtes der Stadt Brühl, der Polizei, Reservisten der Bundeswehr, Mitglieder der Stadtwerke Brühl und des Technisches Hilfswerks (THW) eng zusammen.
Ziel ist es, die Kooperation zwischen allen Akteuren zu stärken, um im Katastrophenfall eine schnelle und koordinierte Reaktion zu gewährleisten. Der regelmäßige Austausch von Wissen und Erfahrungen sowie die gemeinsame Diskussion aktueller Herausforderungen im Bereich des Katastrophenschutzes stehen dabei im Mittelpunkt. Ergänzt wird dies durch regelmäßig organisierte Übungen, die die Einsatzbereitschaft und Effizienz aller Beteiligten fördern.
Aktuelle Bedeutung der Krisenvorsorge
Im Anschluss des Vortrags diskutierten die Teilnehmenden mögliche Szenarien wie Cyberangriffe oder Extremwetterereignisse und besprachen gemeinsame Vorkehrungsmaßnahmen. Die zunehmende Abhängigkeit von Stromversorgung machen eine intensive Vorbereitung unerlässlich. Der RTKB leistet hier wichtige Vorarbeit für den Ernstfall.