Das nationale Emissionshandelssystem (nEHS) startete mit festgesetzten CO₂-Preisen, die stetig stiegen. Als Erdgaslieferant müssen wir für jede durch die Verbrennung verursachte Tonne CO₂ ein gesetzliches Zertifikat erwerben. Diese Kosten fließen in die Preiskalkulation ein.
- 2026 und 2027: Seit 2026 werden die Zertifikate an der Energiebörse versteigert. Der Gesetzgeber hat dafür für 2026 und auch für das Jahr 2027 einen Preiskorridor von 55 bis 65 Euro pro Tonne CO₂ in der Versteigerungsphase bzw. bis zu 75 Euro in der Festpreis und Nachkaufphase festgeschrieben. Für Sie als Erdgas-Verbraucher bedeutet dies einen Netto-Aufschlag von ca. 1,2 bis 1,3 Cent pro Kilowattstunde (zuzüglich der gesetzlichen Mehrwertsteuer von 19 %).
- Ab 2028: Ab dem 1. Januar 2028 wird das nationale System vollständig in den neuen europäischen Emissionshandel für Gebäude und Verkehr (EU-ETS 2) überführt. Ab diesem Zeitpunkt gibt es keine nationalen Festpreise oder festen Korridore mehr. Die Preise bilden sich frei durch Angebot und Nachfrage am Markt. Um extreme Preissprünge abzufedern, sieht die europäische Gesetzgebung jedoch vorübergehend stabilisierende Marktmechanismen vor.