Geschichte

Geschichte der Stadtwerke Brühl

1867: Alles begann mit Gas

Am 17. Mai 1867 beschloss der Rat der Stadt Brühl nach zweijähriger Vorbereitung den Bau einer Leuchtgasfabrik, in der aus Reinkohle Gas erzeugt wurde, um die bis dahin dunklen Brühler Straßen und Plätze zu erleuchten. Damit war der Grundstein für die heutigen Stadtwerke Brühl gelegt. Schon circa 15 Jahre später erreichte der Jahresverbrauch der Brühler die stattliche Zahl von über 200.000 m³ Gas. Anschließend wurde das Gasrohrnetz sukzessive auf 157 km erweitert, um für den heutigen Verbrauch von gut 285 Millionen kWh gerüstet zu sein.

1893: Kommunale Wasserversorgung

Die Brühler Wasserversorgung begann 1893 mit dem Beschluss des Stadtrates zum Bau eines Wasserwerks. Im Jahre 1894 war es dann so weit. Eine durch zwei Dampfmaschinen betriebene Pumpanlage holte das Wasser aus einem 16 m tiefen und 3 m breiten Brunnen. Ab 1896 wurden auch die heutigen Ortsteile Pingsdorf, Kierberg, Heide und Badorf mit Wasser versorgt. Schon bei Inbetriebnahme hatte das Rohrnetz eine Länge von 12,5 km und versorgte 600 Anschlüsse. Heute beziehen die Stadtwerke Brühl ihr Wasser von der RheinEnergie AG und versorgen über ihre rund 181 km langen Leitungen fast 10.500 Hausanschlüsse.

 

1907: Strom kommt nach Brühl

Als dritter Versorgungszweig der Stadtwerke kam 1907 die Stromversorgung hinzu. Die Versorgung erfolgte anfangs mit Gleichstrom in einer Spannung von 110 V, der durch gasmotorgetriebene Generatoren erzeugt wurde. Im ersten Betriebsjahr konnten die Stadtwerke bereits 49 Kunden, in der Hauptsache ortsansässige Betriebe, mit Strom beliefern. Die Eigenerzeugung von Strom wurde jedoch im Jahre 1912 eingestellt. Die elektrische Energie wurde danach in Form von Drehstrom vom Elektrizitätswerk Berggeist bezogen. Die Zahl der Kunden erhöhte sich in den Folgejahren ständig, sodass im Jahre 1929 schon 2.105 Zähler installiert waren. Der Verbrauch war in dieser Zeit auf über 700.000 kWh angewachsen. Heute werden jedes Jahr gut 114 Millionen kWh an 10.700 Anschlüsse geliefert.

1988: Vom Versorger zum Dienstleister

Der Betrieb des Schwimm- und Freizeitbades „KarlsBad“ gehört seit dem Jahr 1988 zum Leistungsspektrum der Stadtwerke Brühl. Schon ein Jahr später wurde an das bestehende Hallensportbad ein attraktives Freizeitbad mit einer großzügigen Saunaanlage angebaut. So wandelte sich das Bad zu einer modernen Freizeiteinrichtung, die heute nicht nur für die Brühler Bürger, sondern auch für Besucher aus der ganzen Region attraktiv ist. Besonders der integrierte Saunapark erfreut sich einer ständig wachsenden Beliebtheit. Auch die Brühler Schulen und Vereine profitieren vom KarlsBad.

Das Dienstleistungsangebot wurde seit 2003 kontinuierlich ausgebaut. Hinzu kamen die Bewirtschaftung der Parkflächen, die Müllentsorgung sowie die Gründung des StadtServiceBetriebs im Jahr 2009. Dieser wurde im Jahr 2016 in eine städtische AöR umgewandelt.

1996: Wärmeversorgung kommt hinzu

Im Jahre 1996 nahmen die Stadtwerke Brühl die Wärmeversorgung als weiteren Betriebszweig auf, zunächst in Form des „Wärmedirektservice“. Zunächst versorgten Wärmeerzeugungsanlagen in Mehrfamilienhäusern die Wohneinheiten mit Heizwärme und Warmwasser. 1997 wurde ein Blockheizkraftwerk für die Fernwärmeversorgung des Baugebietes „Alte Zuckerfabrik“ errichtet.

1998: Stadtwerke Brühl werden Verkehrsunternehmen

Ein zentrales Element der Mobilität in Brühl sind die sieben Stadtbuslinien (702 bis 707, 709), die seit 1998 von den Stadtwerken Brühl in Kooperation mit der Regionalverkehr Köln GmbH (RVK) betrieben werden. Direkt zum Start wurden 18 neue Haltestellen eingerichtet und die Linienführung so geändert, dass sich alle Stadtbusse in Brühl Mitte an der Stadtbahn treffen. Auch beim Thema ÖPNV nehmen die Stadtwerke eine Vorbildfunktion ein: Alle unsere Fahrzeuge erfüllen die neuesten Umweltstandards. Zudem haben wir vier absolut emissionsfreie Wasserstoffbusse in den normalen Brühler Linienverkehr integriert. Unser Ziel ist es, immer mehr mit der Brennstoffzellentechnologie betriebene Busse in unsere Flotte zu integrieren, sodass wir in einigen Jahren in Brühl einen zu 100 % grünen ÖPNV haben.