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Herr Erwin Gardemann Geschäftsführer

unser Hintergrund

Woher kommen wir und wie wurden wir zu dem, was wir heute sind...?

Mit Gas begann alles ...

Am 17. Mai 1867 beschloss der Rat der Stadt Brühl nach zweijähriger Vorbereitung den Bau einer Leuchtgasfabrik, in der aus Reinkohle Gas erzeugt wurde, um die bis dahin dunklen Brühler Straßen und Plätze zu erleuchten. Damit war der Grundstein für die heutigen Stadtwerke Brühl gelegt. Schon ca. 15 Jahre später erreichte der Jahresverbrauch der Brühler die stattliche Zahl von über 200.000 m³ Gas. Um die Versorgung weiter zu sichern, wurden im Jahre 1886 umfangreiche Erweiterungen und Umbauten durchgeführt. Unter anderem wurde ein neuer Generatorofen mit einer neuen Art der Gasreinigung gebaut, der den modernsten Anforderungen der damaligen Zeit entsprach. Das Gasrohrnetz wurde erweitert.

Im Jahre 1891 verdiente ein Gaslaternenanzünder “ganze” 16,66 Mark monatlich! Eine Gaslaterne kostete damals ca. 75 Mark und konnte für weitere 36 Mark ein ganzes Jahr lang versorgt werden.

Ohne Gas kein Wasser ...

Die Brühler Wasserversorgung begann 1893 mit dem Beschluss des Stadtrates zum Bau eines Wasserwerks. Im Jahre 1894 war es dann soweit. Eine durch 2 Dampfmaschinen betriebene Pumpanlage holte das Wasser aus einem 16 m tiefen und 3 m breiten Brunnen aus der Tiefe. Die Wasserförderung der Pumpe lag bei 1.200 Litern in der Minute. Zusätzlich wurde ein Wasserturm mit einem Fassungsvermögen von 350 m³ gebaut. Schon bei Inbetriebnahme hatte das Rohrnetz eine Länge von 12,5 km. 600 Anschlüsse wurden versorgt. Damals lag der Pro-Kopf-Verbrauch der Brühler bei ca. 41 Litern Wasser täglich. Ab 1896 wurden auch die heutigen Ortsteile Pingsdorf, Kierberg, Heide und Badorf mit Wasser versorgt.

Strom kommt nach Brühl ...

Als dritter Versorgungszweig der Stadtwerke kam 1907 die Stromversorgung hinzu. Die Versorgung erfolgte anfangs mit Gleichstrom in einer Spannung von 110 V, der durch gasmotorgetriebene Generatoren erzeugt wurde. Im ersten Betriebsjahr konnten die Stadtwerke bereits 49 Kunden, in der Hauptsache ortsansässige Betriebe, mit Strom beliefern. Die Eigenerzeugung von Strom wurde im Jahre 1912 eingestellt. Die elektrische Energie wurde danach in Form von Drehstrom vom Elektrizitätswerk Berggeist bezogen. Die Zahl der Kunden erhöhte sich in den Folgejahren ständig, so dass im Jahre 1929 schon 2.105 Zähler installiert waren. Der Verbrauch war in dieser Zeit auf über 700.000 kWh angewachsen.

Vom Versorger zum Dienstleister ...

Das Badezentrum “KarlsBad” befindet sich seit dem Jahre 1988 im Vermögen der Stadtwerke. Bereits 1989 wurde an das bestehende Hallensportbad ein attraktives Freizeitbad mit einer großzügigen Saunaanlage angebaut.

Wärmeversorgung kommt hinzu ...

Im Jahre 1996 nahmen die Stadtwerke die Wärmeversorgung als weiteren Betriebszweig auf, zunächst in Form des “Wärmedirektservice”, d.h. des Betriebs von Wärmeerzeugungsanlagen in Mehrfamilienhäusern zur Versorgung der einzelnen Wohnungen mit Heizwärme und Warmwasser. Im Jahre 1997 kam dann die Fernwärmeversorgung eines Baugebietes mittels Blockheizkraftwerk hinzu.

Stadtwerke Brühl werden Verkehrsunternehmen ...

Mit der Übernahme der 2. Und 3. Stadtbuslinie 706 und 707 von der REVG erweitern wir unseren Betriebszweig “Verkehr”. Zum Start am 29. Mai 1999 haben wir eine umfangreiche Überarbeitung des Stadtbus-Konzepts durchgeführt. So haben wir gleich 18 neue Haltestellen eingerichtet und die Linienführung so geändert, dass sich alle Stadtbusse in Brühl Mitte an der Stadtbahn treffen. Wir haben zusätzlich dafür gesorgt, dass alle Haltestellen ganztags bedient werden und die Taktfrequenz erhöht wird. Grundsätzlich aber ist es unser Anliegen der ständig wachsenden Stadt Brühl, Ihren Bewohnern und Besuchern als kompetenter und freundlicher Partner für den öffentlichen Personen-Nahverkehr zur Verfügung zu stehen. Auch in der Zukunft wollen wir also sicher stellen, dass jeder Ort in Brühl problemlos mit öffentlichen Nahverkehrsmitteln erreicht werden kann. Für Ihre Bequemlichkeit und zum Schutz unserer Umwelt.

Alles im Zeichen des Umweltschutzes...

Als wir im Jahre 1995 unser erstes Fahrzeug (VW Golf) mit bivalentem Antrieb (wahlweise Mineralkraftstoff oder Erdgas) in Dienst stellten, hatten wir nicht nur den Schutz unserer Umwelt im Auge, sondern waren schon zu diesem Zeitpunkt vom zukünftigen, auch kommerziellen Stellenwert dieser neuen Technologie überzeugt. Bereits nach einer einjährigen erfolgreichen Testphase beschlossen wir die Anschaffung weiterer 6 erdgasbetriebener Fahrzeuge (2 x VW Golf und 4 x VW Passat), einerseits um den Testbetrieb auszuweiten und andererseits, weil sich die Kosten für die Umrüstung unseres ersten Fahrzeugs bereits nach ca. einem Jahr amortisiert hatten! Nachdem auch die Brühler Stadtverwaltung von dem neuen Konzept überzeugt werden konnte, wurden noch im gleichen Jahr die Fahrzeuge der Müllabfuhr auf bivalenten Antrieb umgerüstet. Auch einige Brühler Unternehmen und Privatleute rüsteten in der Folge Ihre Fahrzeuge auf den kosten- und umweltschonenden bivalenten Antrieb um, so dass der Bau einer Erdgastankstelle unumgänglich wurde. Bis zu diesem Zeitpunkt waren alle Fahrzeuge in einem relativ komplizierten Verfahren betankt worden. Die neue Erdgastankstelle sollte aber den gleichen Komfort wie eine normale Tankstelle bieten, angefangen beim Tankvorgang bis zu den Zahlungsmodalitäten und den Öffnungszeiten. Seit 1998 ist unsere neue Erdgastankstelle in Betrieb und die Anzahl der zufriedenen Nutzer wächst ständig. Ebenfalls in diesem Zusammenhang wurde unser Förderprogramm für die Umrüstung benzingetriebener Fahrzeuge auf bivalenten Antrieb ins Leben gerufen. Wir wollten jedermann die Möglichkeit einräumen an dieser neuen Technologie teilzuhaben, und beteiligen uns mit einem attraktiven Erdgasbonus (z.Zt. 1.000 kg) an den Betriebskosten.